Norwegen 2013 – Womo-Tour-2

Samstag 06.07.2013 (168 km)                                                                       1  2

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Kaufmannshäuser

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Der Bobilplatz

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Alesund von oben

Heute Morgen, man konnte kaum frühstücken, ging es endlich nach Alesund. Natürlich zog das Einkaufen. Vor den Erfolg (Einkaufen) hat der liebe Gott den Schweiß gesetzt und es war erst die Parkplatzsuche angesagt. Ging wider Erwarten ziemlich fix und wir standen auf dem Bobilplatz direkt an der Mole. Hier hatten auch schon viele Andere ihre Zelte aufgeschlagen und wir gesellten uns dazu.

Die Parkplatzgebühr war mit noch nicht mal einem Euro bis zum Montag auch erträglich. Als wir wieder losgefahren sind, hat man uns allerdings gesagt, dass wir am falschen Automaten gewesen sind und eher 15 Euro hätten zahlen müssen. Naja, der Mensch muss auch mal Schwein haben und glücklicherweise wurden wir auch nicht kontrolliert.

Mit dem Boot bis zur Haustür

Mit dem Boot bis zur Haustür

Neben uns standen Leute aus Leerte, mit denen wir auch schnell ins Gespräch kamen. Wir waren ja beide Hobbyfotografen und hatten dadurch schnell ein gemeinsames Thema.

Danach zogen wir los, um den Aksla, den Hausberg von Alesund zu bezwingen. Hier oben steht auch ein Restaurant, allerdings mit Preisen jenseits von gut und böse. Die Aussicht war allerdings excellent.

Anschließend noch einkaufen und weiter nach Stryn. Hier fanden wir einen netten Platz am Strynvatn. Eine Fährüberfahrt nach Örsneset war auch noch dazwischen.

 

 

Sonntag, 07.07.2013 (198 km)

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Zeltplatz Stryn

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Bombenwetter

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Super Aussicht

Die nächste Etappe ging in Richtung Sogndal, erst auf dem RV 60, dann ein Stück E39 und zu guter Letzt auf der RV 5 bis Sogndal.

Der Anfang war wie für Simone geschaffen. Steil bergan mit den entsprechenden Serpentinen und immer an der Kante lang. 😉 Das Ganze wurde noch verschärft durch den entgegenkommenden Busverkehr, der regelmäßig kleine Schockwellen auslöste.

Bald war es aber geschafft und der Vindensdalen-Campingplatz wurde angesteuert. Leider kamen wir hier nicht unter (keine Wohnwagen und Womos). Dann eben nicht. Das Laerdal-Fritidcenter tat es dann auch.

Morgen ist eventuell das Aurlandsfjell geplant. Mal sehen, ob meine bessere Hälfte davon überzeugt werden kann.

 

Montag, 08.07.2013 (158 km)

Eine andere Welt

Eine andere Welt

Schnee auf dem Fjell

Schnee auf dem Fjell

Strand in Laerdal

Strand in Laerdal

Gleich morgens, nur noch fix geduscht und ohne Frühstück fuhren wir aufs Aurlandsfjell. Meine bessere Hälfte war auch nur unter dieser Bedingung dazu zu überreden. Die Straße war zugegebenermaßen ein wenig schmal und anfangs auch steil. Glücklicherweise konnten wir nicht zurück *grins*.

Oben auf dem Fjell wurden wir für alle Mühsal beim Hinauffahren entschädigt. Hier oben kam man sich vor wie auf einem anderen Planeten. Auf Grund der Tageszeit kam uns auch nur ein Auto entgegen und die Übernachtungsgäste auf dem Fjell waren noch nicht aufgestanden.

Wer hochfährt, muss auch wieder runter und so wurden die Bremsen ziemlich beansprucht. Am Aussichtspunkt über Aurland, der im Übrigen der Glasterasse in den Rocky Mountains nachempfunden ist, konnte man einen super Blick über den Aurlandsfjord und das Städtchen Aurland genießen.

Der Weg nach unten

Der Weg nach unten

Aussicht Aurlandsfjord

Aussicht Aurlandsfjord

Aurland von oben

Aurland von oben

Und alles wieder ganz allein, ohne „blöde Touris“. Unten angekommen wurde auf einem Parkplatz vor dem Supermarkt gefrühstückt. Mit Puddingschnecken und schönem Kaffee wurde auch bei Simone der Wohlfühlfaktor wieder um einige Stufen angehoben.

Ein weiterer Stop wurde am Tvindefossen eingelegt, der einer der bekannteren Wasserfälle ist und natürlich auch von verrückten Japanern belagert wurde. Die hatten wir im Übrigen nicht das letzte Mal gesehen.

Danach fuhren wir noch weiter bis Ringoy-Camping. Hier hatte sich nicht viel verändert, was nicht so gut war hinsichtlich der sanitären Anlagen, aber sehr gut, was den Platz direkt am Wasser betraf. Das einzig Störende war für mich die neue Hardangerbrücke. Nach einem kurzen Spaziergang, richtige Möglichkeiten hatte man hier eher nicht, versuchte ich noch zu angeln.

 

Dienstag, 09.07.2013 (207 km)

und schlechtes Wetter

und schlechtes Wetter

Schlechtes Wetter...

Schlechtes Wetter…

Steingarten in Rosendal

Steingarten in Rosendal

Nach Ringoy haben wir uns entschlossen, doch noch mal nachzuschauen, was noch so in Rosendal los ist.

Vorher wollte ich aber in Tyssedal noch zu dem Stausee (Skjeggedal) hinauf, der für die Wasserkraft genutzt wurde oder wird. Die Auffahrt zum See wurde wegen Angstzuständen des Beifahrers abgebrochen. Sehr schade.

Durch Odda und den Folgefonna-Tunnel (mautpflichtig) schafften wir es bei etwas trübem Wetter bis nach Rosendal. Mittlerweile muss hier sogar für den Eintritt im Garten bezahlt werden und das nicht schlecht (ca. 11 € pro Person sollte es kosten). Das war es uns dann doch nicht wert.

Gleich daneben haben wir einen Steingarten entdeckt, der keinen Eintritt verlangte, dem wir aber aus Trotz gespendet haben. Das war unsere Welt. Soooo vieeele schöne Steine, roh, bearbeitet, poliert, grün, und was noch alles. Das Wetter wurde immer schlechter und wir bechlossen, auf die andere Seite des Hardanger, nach Gjermundshamn zu fahren.

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Weiß nicht mehr

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Entlang des Hardanger

Die Fähre fährt allerdings nicht mehr von Lofallstrand sondern von Arsnes.

Weiter auf der 49, die wir noch gut aus vorangegangenen Urlauben kannten, fuhren wir bei strömendem Regen erst mal bis Bakke. Dieser Zeltplatz sah zwar gut aus, allerdings wollte man uns hier definitiv nicht. So wie die Wohnwagen umbaut waren, war es wohl nur ein Platz für Dauercamper.

Kurz vor Norheimsund warteten wir 30 min an einer Baustelle, weil gesprengt werden sollte. Bis hier hatten wir dieses Jahr noch keine Etappe ohne Baustelle. Der Kvandal-Campingplatz war sanitärtechnisch eine mittlere Katastrophe. Geduscht wurde deshalb nicht. Wir wurden dafür mit einem Regenbogen und einem gut gehenden WLAN entschädigt

 

Mittwoch, 10.07.2013 (222 km)

Fähre

Fähre

Auch heute Morgen wurde aus naheliegenden Gründen auf die Dusche verzichtet und die Strecke führte uns nach einem kurzen Frühstück in Richtung Eidfjord. Ein allerletztes Mal nahmen wir die Fähre zwischen Brimnes und Bruravik. Die ist mittlerweile wegen der neuen Brücke eingestellt worden.

Einmal AIda und zurück

Einmal AIda und zurück

Ein Bus mit japanischen Urlaubern hielt neben uns. Der Bus stand gerade, da wuselten die gesamten Passagiere auf die gegenüberliegende Straßenseite, machten Fotos (vor allem von sich selbst, mit Hintergrund) und wuselten flugs zurück in den Bus. Cool.

Es fuhren viele Busse mit auf die Fähre (alle leer) und auf der Überfahrt kamen wir mit einem der Busfahrer ins Gespräch. Als erstes hat er mir gezeigt, sehr zu meines Beifahrers Freude, wie man Autoscheiben reinigt. Sogar sein Spezialmittel hat er mir zur Verfügung gestellt. Putzen musste ich aber selbst. Sie hat sich fast nicht mehr eingekriegt. Die Busse waren (haben wir später mitbekommen) zur Aida bestellt für einen Ausflug.

Übers Gol-Fjell

Übers Gol-Fjell

Auf nach oben

Auf nach oben

Wir sind abgebogen Richtung Hardangervidda und Geilo. Auch das war eine schöne Strecke, konnte dem Aurlandsfjell aber nicht das Wasser reichen. Von Geilo weiter nach Gol und von dort aus über das Golfjell nach Leira.

Auf dem ersten angesteuerten Platz wurden wir wie ungebetene Gäste beobachtet und der war auch nicht so schön. Direkt in Leira haben wir dann einen besseren Platz gefunden.

 

 

 

Donnerstag, 11. 07.2013 bis Samstag, 13.07.2013 (300 km)

Mit Wegweiser

Mit Wegweiser

Blick auf Leira

Blick auf Leira

In Leira auf dem Zeltplatz konnte man es aushalten. Die sanitären Anlagen waren picobello. Es gab ein Restaurant, Boote und Kanus und viel Spielgelegenheiten für Kinder. Der Platz ist aber riesig. Das war der kleine Wermutstropfen.

Der Typ mit den Hummeln im Arsch hat alle anderen überzeugt, doch den Flaggenberg zu besteigen. Der Trip hat sich gelohnt. Außer einer schönen Aussicht haben wir auch noch gelernt, wie man sich einen See am Haus und eine Wasserfall einrichtet.

Nachmittag bin ich zwar noch mal los, aber nicht sehr weit, denn es war mit 28° C viel zu warm. Die Ostholsteiner, die am Abend kamen waren sehr höflich. Er hat gefragt, ob es uns stört, wenn er hier steht, ob er den Stecker umstecken kann usw. usf.. Verblüffend und lustig.

und den Wasserfall gebaut.

und den Wasserfall gebaut.

..dann eine See gefüllt...

..dann eine See gefüllt…

Zuerst den Fluss angezapft...

Zuerst den Fluss angezapft…

Am nächsten Morgen brachen wir mit Ziel Lillehammer auf, welches wir auch nach kurzer Fahrt erreichten. Die Stadt hätte ich mir schöner vorgestellt.

Nach einer kurzen Diskussion, ob wir den Telemarkkanal noch anschauen oder Gammel-Urlaub machen, wurde entschieden, Richtung Schweden zu fahren und uns dort eine ruhigen Platz zu suchen. Nach einer Schotterpiste, die sich E45 nannte, fanden wir den auch bei Torsby. Der Platz hieß Abbas stugby und Camping und hat uns sofort gefallen. So blieben wir auch gleich zwei Tage.

 

 

Sonntag, 14.07.2013 und Montag, 15.07.2013

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Lillehammer

schwedisches Stillleben

schwedisches Stillleben

Abendstimmung in Abbas-Camping

Abendstimmung in Abbas-Camping

Heute fing es wieder an zu regnen und so entschlossen wir uns weiter zu ziehen und in Richtung Südosten zu fahren, um in die Nähe der größeren Seen zu gelangen. Der erste kurze Halt war am Värmlandporten.

In Mariestad schauten wir noch mal kurz zu dem dortigen Zeltplatz, weil eigentlich ein Abendessen in dem Pub, in dem wir schon mal waren, vorgesehen war. Das haben wir wegen Überfüllung abgebrochen und sind weiter gefahren.

In Degerfors angekommen schauten wir uns zuerst die Draisinenstrecke an. Das war fest im Plan, hier noch mal zu fahren. Leider war kein Zeltplatz in der Nähe und so ging es noch mal (Degerfors Camping wollten wir nicht noch mal) weiter bis nach Skagern Camp.

schwedische Galloways

schwedische Galloways

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Abholzung zum Häuserbau, schade

Vorher haben wir aber noch ein schönes Abendessen zusammengekauft, unser Abschlussessen im Pub war ja ausgefallen.

Nun schon zum dritten Mal an gleicher Stelle (Skagern) nahmen wir uns fest vor, noch ein wenig zu wandern. Am nächsten Tag machten wir uns auf die Socken und sind ca. 22 km durch die Wildnis und ein Stück auch unfreiwillig auf der E20 gelaufen. Meine bessere Hälfte hat es „gefreut“. Zumindest haben wir so einiges noch gesehen.

 

Dienstag, 16.07.2013 (157 km)

Der Draisinenbahnhof

Der Draisinenbahnhof

Hier war dann Ende...

Hier war dann Ende…

...aber hier gings weiter.

…aber hier gings weiter.

Heute wollten wir unbedingt noch ein Mal mit der Draisine fahren. Ich hatte schon am Sonntag angerufen und uns in Gullspang angemeldet. Das war auch notwendig, denn Montag hatten wir nix bekommen. Direkt in der Herberge haben wir dann bezahlt und den Schlüssel entgegengenommen.

Verabschiedet wurden wir mit dem Hinweis, doch möglichst nicht die Strecke nach Degerfors zu nehmen, also nördlich. Hier wäre alles zugewachsen. Als Ungläubige haben wir erst mal die nördliche Strecke genommen und standen prompt vor mehreren Birken, die mitten auf den Gleisen wuchsen.

Unseren ehemaligen Frühstücksplatz haben wir passiert und sind noch einige Kilometer weiter gefahren. Unterwegs haben wir auch mehrere Draisinenfahrer getroffen, darunter auch einige Deutsche. Die waren auch die Einzigen, die sich über die nicht befahrbare Strecke nach Degefors aufgeregt haben.

Nach unserem Eisenbahnausflug schauten wir uns den Platz in Mullsjö an und verwarfen ihn und fuhren noch bis zum Axamo Camping. Der Platz war jetzt zwar auch kein Highlight, aber für eine Nacht ging es.

Mittwoch, 17.07.2013 (565 km)

Axamo Camping

Axamo Camping

... und wieder am Fährhafen

… und wieder am Fährhafen

Heute ging es dann endgültig Richtung Heimat. Zwischendurch haben wir noch unsere letzten Schwedenkronen auf den Kopf gehauen

Pünktlich an der Fähre und pünktlich zu Hause. Am nächsten Tag musste ich noch das Auto wieder hinbringen, und bin glatt am darauffolgenden Tag nochmals hingefahren, um das hinzubringen, was wir vergessen hatten.

Zu Hause angekommen, mussten wir mitten in der Nacht uns den Schlüssel holen, weil wir gar keinen mitgenommen hatten.

 

 

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