2021 – Fjordnorge mit Oscar und Corona

Ich hatte mir überlegt, vielleicht ist es ja doch nicht so schlecht, diesmal nicht so lange mit dem Reisebericht zu warten. Also da bin ich nun schon ziemlich zeitig für meine Verhältnisse.

Samstag, 07.08.2021

In diesem Jahr hatten wir erst die Bauernhöfe mit der Landvergnügen App angepeilt. Dann kam die Nachricht, Norwegen lässt wieder Urlauber rein. Natürlich wurde sofort umgeplant. Damit nicht so viel Zeit mit der Fahrerei draufgeht, nahmen wir diesmal die Fjordline von Hirtshals nach Bergen.

Zuerst ging es doch noch zu einem Bauernhof, nach Sprakebüll. Das liegt direkt an der dänischen Grenze. Der Platz war einfach aber sauber und es gab eine Dusche und eine Hofladen. Da haben wir auch schon mal ein bisschen eingekauft. Mit einem kleinen Rundgang haben wir den Tag dann abgeschlossen.

Sonntag, 08.08.2021

Heute war schönes Wetter und nach einem Gemütlichen Frühstück haben wir uns von Sprakebüll verabschiedet. Die Strecke war nicht wie erwartet. Eigentlich war ja die E45 geplant. Das Navi hat uns allerdings über Achtrup und Ladelund und fast ausschließlich über schmale Straßen nach DK geführt. Da hatte ich Depp wahrscheinlich wieder die falschen Einstellungen rausgesucht.

Im Nachhinein muss ich sagen, hat mir viel besser als die Autobahn gefallen. Wir haben auch nicht gleich gemerkt, dass wir in DK waren. Keine Kontrolle, wie eigentlich noch üblich, nur komische Blicke wenn die Anwohner unser Kennzeichen gesehen haben. Irgendwann waren wir dann auch wieder in der richtigen Spur, sprich, auf der Hauptstraße nach Hirtshals. Wir waren pünktlich und nahmen nach dem Vorzeigen unserer Impfnachweise den gelben Persilschein für die Fähre entgegen.

Fast pünktlich, also 20:15 legten wir ab. Mit einem kleinen Rotwein haben wir die Fahrt nach Bergen eingeleitet. Nach einem kurzen Rundgang auf dem Schiff verzogen wir uns dann auch bald in unsere Kabine. Bei ruhiger See waren wir auch ziemlich schnell eingeschlafen.

Montag, 09.08.2021

Den kurzen Zwischenstopp in Stavanger nutzen wir zur Frühstücksvorbereitung, welches pünktlich um 8:00 auf dem Plan stand. Die Räumung der Kabinen erfolgt hier schon 10:30 Uhr, so dass man sich noch fast 2 Stunden auf den Fluren, Treppen und wenn man rechtzeitig da war, auch in den Aufenthaltsbereichen die Zeit vertreiben muss.

Irgendwann dieser Teil auch erledigt und wir konnten vom Schiff. Die 2 Autoschlangen waren lang und es dauerte wegen der Impf-App-Kontrolle etwas länger als beim letzten Mal. Auch hier versuchte tatsächlich wieder einer durch wildes Wechseln der Spuren schneller am Kontrollpunkt zu sein. Das war dann auch noch ein deutsches Kennzeichen. Es gibt schon einige Gehirnamputierte. Nach ca. 45 min hatten wir den Kontrollpunkt hinter uns gelassen und fuhren erst mal nördlich aus Bergen raus.

Erste Station war ein Joker, wo wir uns mit frischen Lebensmitteln eingedeckt haben. Anschließend weiter gen Norden. An der Fähre Leirvag-Slovag haben wir beschlossen, gleich hinter Slovag einen Campingplatz zu suchen. Gefunden haben wir Nautesund Camping. Toller Platz, leider nur eine sehr begrenzte Anzahl von Stellplätzen, da über 90% des Platzes mit Dauercampern belegt ist.

Dienstag, 10.08.2021

Nach einem hervorragenden Frühstück, machten wir uns wieder auf die Socken/Reifen und hatten als Ziel das Flö Feriesenter auserkoren. Das ist jetzt mittlerweile nun schon nach 2008 und 2013 das dritte Mal, dass wir hier Station machen. Uns hat es hier immer sehr gut gefallen und wir wurden auch diesmal nicht entäuscht.

In Flö waren wir so gegen 18:00 Uhr und bekamen auch noch ohne Probleme einen Platz. Damit hatten wir nicht unbedingt gerechnet. Ein kurzer Rundkurs um den Hafen haben wir noch gemacht und die Planung für den nächsten Tag. Es sollte auf den Roeppehornet gehen, der in Sichtweite des Platzes lag und Hoffnung auf eine gute Aussicht machte.

Mittwoch 11.08.2021

Gleich nach dem Frühstück ging es los zu unserem heutigen Ziel, dem Roeppehornet. Die Wanderung ist noch mal beschrieben im Beitrag Roeppehornet. Auf jeden Fall hatten wir gutes Wetter. Was wir zu diesem Zeitpunkt wohl nicht ausreichend zu schätzen wussten.

Donnerstag, 12.08.2021

Heute war wieder mal Alesund das Ziel. Wir sind eigentlich nicht unbedingt die Städteurlauber, aber diese Stadt hat was. Wenn wir in der Nähe sind fahren wir immer wieder hierher. Ein Parkplatz haben wir relativ schnell gefunden. Der Aksla wurde diesmal nur aus sicherer Entfernung begutachtet. Nach einem ausgiebigen Stadtbummel mit einem fetten 6,50 € Eis ging es in Richtung Geiranger weiter.

Wieder eine schöne Strecke. Die 63 kann man immer empfehlen. Diesmal hatten wir einen ziemlich vollen Zeltplatz, aber dafür direkt am Wasser. Nach uns sind, glaube ich, noch zwei rauf gekommen, danach wurde die Annahmestelle (Rezeption) geschlossen. Der Platz (Geiranger Feriesenter) hat eine super Lage, die Sanitäranlagen waren Mittelmaß, sowohl was Ausstattung als auch Sauberkeit anging. Für uns war es definitiv nicht der schönste, dafür aber der teuerste Aufenthalt. Nach einem kurzen Rundgang hatten wir noch ein nettes Gespräch mit unserem Nachbarn, einem Belgier.

Freitag,13.08.2022

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Ziemlich früh, ich glaube so gegen 08:00 Uhr, sind wir vom Campingplatz los und erst mal Richtung Geiranger und anschließend weiter die wunderschöne 63 bis zur Dalsnibba hoch. Da wir aber schon mal oben waren und das Wetter sich auch nicht von seiner besten Seite zeigte, fuhren wir nach kurzer Beratung die 63 weiter.

Vorbei am Djupvatnet und Langvatnet, alles in allem eine fantastische Strecke, bogen wir am Ende nach rechts auf die 15 ab. Mir war da nämlich noch die Idee mit dem Strynfjellvegen gekommen.

2017 schon mal blanke Begeisterung mit Motorrad, wollte ich das auch mal mit Oscar machen. Ist ja doch schon eine andere Hausnummer. Auch diesmal wurden wir nicht enttäuscht. Unterwegs haben wir noch eine kleine Wanderung eingelegt. Man ist hier oben wirklich in einer anderen Welt.

Bis zum Boyum Camping sind wir noch gefahren, da die 2 Campingmöglichkeiten, die wir zuvor angepeilt hatten, leider Corona nicht überstanden hatten oder überstehen wollten, vielleicht sind sie ja im nächsten Jahr wieder auf. Ein kurzer Besuch des Gletschermuseums und danach noch ein bisschen grillen.

Samstag, 14.08.2021

Durch Sogndal, hier war noch ein kurzer Einkauf, ging es mit der Fähre von Hella nach Vangsnes. Auf der 13 vorbei an Tveit Camping, mit dem wir auch einige angenehme Erinnerungen verbinden, über Vikoyri und vorbei an der Stabkirche schraubten wir uns wieder die 13 nach oben, um übers Vikafjell in Richtung Aurdal zu fahren. Hier wollten wir einen Tipp aus dem Forum der Norwegen-freunde.de ausprobieren.

Die Anfahrt zum Rimstigen war schon ein kleines Abenteuer, denn es ging auf noch schmaleren Straße als sonst in Norge üblich über ein paar km zum Einstieg in die Wanderung. Aufgehalten wurden wir nur durch eine Herde Ziegen, die partout nicht Platz machen wollten. Die Ersteigung des Rimstigen haben wir abgebrochen. Es war einfach zu nass und es wollte auch nicht aufhören mit dem Regen. Nachdem ich trotz geeignetem Schuhwerk auf den glitschigen Steinen zweimal ausgerutscht bin, wollten wir es nicht auf Knochenbrüche ankommen lassen.

Auf der Rückfahrt haben wir noch kurz am Aussichtspunkt über Aurland angehalten. Danach fuhren wir bei wieder mal bei Regen übers Aurlandsfjell bis Hemsedal. Auf dem Elveli Camping, direkt am Fluss, haben wir dann übernachtet. Natürlich nicht, ohne noch einen Abstecher auf den Gjeiteberget zu machen. Schöne Wanderung und super Aussicht.

Sonntag, 15.08.2021


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