2019 – Nordtour mit Oscar

Freitag 14.06.2019

Am Vortag begann die ganze P(l)ackerei, so das heute nur noch ein paar Restarbeiten anlagen. Vor allem habe ich versucht genug Ersatzteile und Werkzeug mit zu nehmen. Den eigenen Produkten vertraut man halt erst nach einem ausgiebigen Test.  😉

Gegen Mittag zogen wir erst mal in Richtung Rostock los. Wir wollten am nächsten Tag gleich morgens mit der Fähre nach Gedser übersetzen. Eigentlich war Sassnitz-Trelleborg, bzw. Rostock-Trelleborg geplant. Nach Berichten von Familienangehörigen über eine Sturmfahrt nach Bornholm gab es nur noch die Option Landweg und Öresundbrücke. Immerhin habe ich es noch geschafft wenigstens den größten Umweg zu vermeiden. Hat ne ganze Weile gedauert. Wir haben dann am Abend noch im Familienkreis gegrillt und in unseren ersten Urlaubsnacht auch wunderbar geschlafen.

Samstag, 15.06.2020

Pünktlich um 04:30 Uhr (wieso steht man im Urlaub so früh auf?) standen wir an der Fähre, die auch exakt auf die Minute abfuhr.

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Von Gedser, quer über Falster und über eine schöne Brücke, die ich auch schon mal unterquert habe nach Sjaelland. An der Brücke war erst mal 2. Frühstück.

Danach ging es weiter, wie vorauszusehen, über die Öresundbrücke nach Malmö. Hier haben wir uns allerdings nicht groß aufgehalten und sind schnurstracks zu unserem ersten Zwischenstopp in Tiveden durchgefahren. Wir wollten erst mal runterkommen und anschließend entspannt weiter fahren. Nach dem ersten Tag auf dem dortigen Campingplatz haben wir uns entschlossen, den vorgesehenen Abstecher zu Ivanssons Bilskrot Bästnäs zu streichen und lieber einen Tag länger hier zu bleiben. 

Sonntag, 16.06.2019 bis Montag 17.06.2019

Wir haben im Tiveden Nationalpark etliche Wanderungen unternommen. Hier ist es fantastisch ruhig und man sieht kaum einen Menschen beim Wandern. So das ganze Gegenteil vom normalen Alltag. Nicht so spektakulär wie Norwegen, aber perfekt für absolute Ruhe und Natur. Und leckeres Eis gibt’s auch noch. Wir kommen hier immer wieder gern hin. Lassen wir einfach mal nur die Bilder sprechen.

Schuhe prüfen rettet Leben!!!

Beim morgendlichen Aussteigen habe ich glücklicherweise vor dem Anziehen meine Schuhe angehoben. Die Kröte, die es sich darin gemütlich gemacht hatte entkam so meinen 80 kg Lebendgewicht.

Nachdem wir alles eingepackt hatten fuhren wir gemütlich los, denn wir hatten reichlich Zeit. Irgendwann am frühen Nachmittag waren wir dann an Ort und Stelle und haben schon mal einen kleinen Rundgang gemacht. Kurze Zeit später waren auch die anderen da und wir machten es uns am Feuer gemütlich.

Da hatten wir aber die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Kurze Zeit später haben wir uns nur noch im Gehen unterhalten und immer versucht einen Meter Vorsprung vor den Mücken zu haben. Nach diesem unfreiwilligen sportlichen Ausklang des Abends, konnte wir aber wenigstens gut schlafen.

Mittwoch, 19.06.2019

Nach einem gemütlichen Frühstück zu viert bei strahlendem Sonnenschein und einer anschließenden kleinen Wanderung durch den Nationalpark (zu unserem Glück waren die Mücken keine Frühaufsteher) wurden wieder die Sachen verstaut und es ging weiter nordwärts.

Unterwegs haben wir uns noch in Vemdalen eine schöne Kirche angeschaut und einen kleinen Einkauf beim ICA getätigt. Sogar der Schlüssel (der Kirche) hing direkt neben der Tür.

Heute war Strecke machen angesagt (600 km). Geschafft haben wir es bis zu einem großen Campingplatz in Storuman. Sah am Anfang ein bisschen wie Industriegebiet aus. War aber dann doch besser, als der erste Eindruck vermuten ließ.

Die Temperaturen waren allerdings nicht unbedingt sommerlich, auch wenn es vielleicht auf den Fotos so aussieht.

Morgen gehts dann weiter nordwärts. Der Polarkreis ist nicht mehr weit.

Freitag, 21.06.2019

Campingplatz Nilimella

Vor Midsommar wollten wir noch aus Schweden raus. Wir hatten schon zweimal das „Vergnügen“, das hier zu erleben. Ich sag‘s mal vorsichtig: Man muss es mögen. Also wurde in aller Frühe gepackt und wieder nordwärts. Vorbei an Rovianiemi, das Aussteigen haben wir bewusst vermieden, zuviel Kommerz. Finnland war so, wie man es sich vorstellt Wald, Wald und … Wald. In Nilimella war dann nach 680 km unser nächster Stopp. Da das Wetter sich von schlecht zu noch schlechter entwickelte, haben wir nur kurz was eingekauft und es uns in Oscar gemütlich gemacht.

Verblüffend war der der aprupte Wandel in der Landschaft sobald wir die Grenze nach Norwegen überquert hatten. Eben noch Wald, war es plötzlich felsiger und es sah irgendwie mehr nach Norwegen aus. Man hätte also die Hinweisschilder gar nicht gebraucht. Leider habe ich kein Bild direkt von der Grenze.

Samstag, 22.06.2019

Heute Morgen hatte ich bei Oscar ein „massives“ technisches Problem in Form eines defekten Abblendlichtes festgestellt. In dem Moment fiel mir ein, was ich vergessen hatte, den Satz Ersatzlampen.

Im Hinterkopf den kostenintensiven Bußgeldkatalog Norwegens, fuhren wir in Kirkenes gleich die erste Werkstatt an. Hier hatten wir um 15:30 Uhr kein Glück mehr. Der Mechaniker, der so was wechseln kann, hatte schon Feierabend (O-Ton Werkstatt). Mein Gesichtsausdruck muss wohl immer noch sehr verblüfft gewesen sein, als wir an der zweiten Werkstatt ankamen. Vielleicht hat uns deshalb der Chef persönlich in weißem Hemd und Schlips die Lampe gewechselt. So nah liegen also auch in Norwegen unterschiedliche Servicewelten beieinander.

Die anschließende Fahrt nach Jakobselv haben wir, nach 5 km ZickZack-Kurs und Geschaukel von den Löchern abgebrochen. Da haben wir uns eben noch Kirkenes angeschaut und haben etwas gefunden, was wir schon seit 30 Jahren nicht mehr in einem Laden gesehen haben, Matroschkas und zwar Richtige, nicht diese Imitationen.

Auf dem Rückweg nach Tana, hier wollten wir unser müdes Haupt zur Ruhe betten, haben wir noch eine längere Pause am Skoltefossen eingelegt.

Für den nächsten Tag wollten wir einen Insider-Tipp ausprobieren (Vielen dank den Tippgebern, es war jeden km wert).

Nächster Tag

Geweckt wurden wir heute von einem lauten Maschinengeräusch. Der Zeltplatzbetreiber kam gerade mit seinem Dienstfahrzeug 😉 wahrscheinlich vom Einkaufen zurück. Frische Brötchen gab’s trotzdem nicht.

Beim Aussteigen zum Fotografieren hab ich mir fast was abgefroren. Die gefühlte Temperatur war mindestens einige Grad unter Null (auf dem Thermometer stand aber 1° C (wahrscheinlich kaputt ;-)).

Geplant war das unter Denkmalschutz stehende Fischerdorf (immerhin aus Vorkriegszeiten) Hamningberg. Das Wetter war so richtig schmuddelig und kalt. Die Strecke bis Vardö war entspannt.

Irgendwann kurz vor Vardö musste man dann links abbiegen auf den FV 341. Diese Straße bzw. Gegend war einfach nur traumhaft, selbt bei diesem Wetter. Für mich persönlich war die Fahrt dorthin wesentlich interessanter und spektakulärer als das Fischerdörchen selbst. Da trete ich jetzt sicherlich keinem zu nahe, denn da sind heute nur noch Ferienhäuser. 😉

Irgendwann war dann das Dörfchen in Sicht und wir haben in einer ziemlich steifen Brise eine kleine Wanderung zu den militärischen Überresten, die hier auch zu finden sind, gemacht.

Wir mussten die gleiche Strecke zurück, denn Hamningberg ist Endstation. Machte aber nichts, war immer noch schön. Vor uns ein Franzose, der ziemlich auf’s Gas getreten hat. Gewöhnungsbedürftig bei dieser Strecke (in vielen Kurven war die Sicht arg beschränkt).

Wo wir schon mal da waren, war ein kleiner Abstecher nach Vardö auch noch drin. Werbetechnisch fand ich das schon cool, was sie dort hingestellt hatten. Die zwei Kirchen waren hier die herausragendsten Gebäude (das ist im Sinne des Wortes gemeint).

Sonntag, 23.06.2019

Sehr zum Leidwesen meiner Frau, bin ich ein Frühaufsteher. Das hat sich auch im Urlaub und bei 24 h Tageslicht nicht geändert. Nach dem zugegebenermaßen frühen Frühstück ging es los in Richtung Havyosund.

Unterwegs

Auch das ein Tipp von unseren Insidern (danke). Da gibt’s eine fantastische Aussicht und nicht so ein Gedränge wie am Nordkap. Letzteres war auch der Grund, es rechts liegen zu lassen.
Vorher musste aber noch der Silfan Canyon dran glauben, den ich auch absolut empfehlen kann. Hier haben wir ein kleine Wanderung entlang des Canyons unternommen.

Weiter ging es entlang des tiefblauen Meeres und weißen Felsen, eine fantastische Strecke. Wenn die Temperaturen nicht gewesen wären, hätte man denken können, die Straße verläuft irgendwo im Süden (Kroatien oder Greece z. B.).

In Havoysund musste man noch eine Schotterpiste auf einen Berg nehmen. Auf Grund der vielen Schlaglöcher war das schon etwas anspruchsvoll. Ich fühlte mich ein bisschen an Jakobselv erinnert. Allerdings war diese Strecke wesentlich kürzer. Die Aussicht, hat für alle Lack- und Unterbodenschäden entschädigt. ;-). Das Restaurant „Arctic View“ hatte zu und es sah nicht so aus als würde es in Kürze öffnen. Wohl dem, der seinen eigenen Kaffee machen kann. 😉

Auf einem Parkplatz noch auf Havoya war kurze Kaffeepause an einem kleinen Flüsschen.

Ein bisschen weiter südlich setzten wir schließlich mit der letzten Fähre des Tages zum Seiland NP über. Wieder runter von der Insel kommt man nach 18:00 Uhr nicht mehr. Es gibt auf dieser Insel nur zwei Straße, die eine, die wir bis zum Ende gefahren sind (20km :-)), wird bei Goo*** als sekundärer FV 8026 angezeigt. Die andere Straße erreicht man nur zu Fuß, die liegt auf der anderen Seite der Insel. Oder natürlich mit einer anderen Fähre nach Hakkstabben. Die werden wir beim nächsten Mal probieren.

Den gesamten Nachmittag und Abend haben wir 0 Menschen und ein Auto gesehen (geparkte nicht eingerechnet). Nach einer kleinen Wanderung (für mehr sollte man mehrere Tage einplanen) sind wir wieder ein paar Kilometer zurück gefahren und haben uns ein Plätzchen zum Schlafen gesucht. Ich hatte den Eindruck, die Insel ist nur für uns. Mit einer super Aussicht aus dem Heckfenster schliefen wir trotz Mitternachtssonne ziemlich schnell ein.

Montag 24.06.2019

Erste Station war heute die Fähre nach Strömsnes. Wegen dem Schmuddelwetter war heute Hammerfest angesagt. Meine Erwartungen wurden allerdings etwas enttäuscht. Vielleicht lag es ja auch wirklich am Wetter Wetter. Alles ziemlich Grau in Grau und teilweise fühlte ich mich um 40 Jahre zurückversetzt. Ich meine vor allem das letzte Bild.

Nach Hammerfest streben wir wieder in südliche Gefilde. Alta haben wir liegen lassen, ist für später aufgehoben. In der Nähe von Kafjord haben wir, bei einem kurzen Stopp, eine Rad-Autobahn vom Feinsten gefunden.

Dienstag, 25.06.2019

Heute sollte es in das Dividalen gehen. Hier hatte ich auch schon eine schöne Wanderung rausgesucht. Leider war das Wetter wieder alles andere als freundlich. Angeblich gibt es ja kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung. Ist auch ok, solange es nicht Tage dauert. Glücklicherweise war ja immer mal ein Lichtblick zwischendurch.

Wir fuhren auf dem 87 Richtung Overbygd und bogen dann kurz dahinter auf den FV 174 ab, Richtung Rostavatn. Wir sind immer rechts von der Iselva geblieben und irgendwann war die Straße zu Ende. Ab hier kann man für 11 € Maut, die per Telefon gezahlt werden, noch einen unbefestigten Weg weiterfahren, was wir auch gemacht haben. Der Weg war sehr unbefestigt. Irgendwann kam man dann auf einen Rasenplatz auf dem ca. 3 Autos parken konnten. Wir waren die Zweiten. Auch hier wurden wir von der Fauna herzlich begrüßt.

Ein kleines Problem tat sich kurz danach auf. Eine tolle Brücke, die nicht alle Beteiligten toll fanden. Mich stimmte die Gewichtsbeschränkung nachdenklich. 😉 Am Ende haben sich alle getraut.

Die Fehler an dem Bauwerk hab ich erst später zugegeben. Der Wanderweg stand teilweise unter Wasser, trotzdem waren die Aussichten toll. Auf der Rückfahrt haben wir dann noch ein Meisterwerk der Ingenieurskunst gesehen. Wenn ich mich recht erinnere war die Brücke von 1865.

Das war dann an diesem Tag auch ein ziemlich anstrengendes Programm. Wir haben uns noch ein Standplätzchen gesucht und sind dann auch sofort ins Bett. Schließlich hatten wir noch einen Nationalpark im Visier.

Mittwoch, 26.06.2019

Heute Morgen war das Wetter wie schon die ganzen letzten Tage, kalt und schmuddelig. Ich bin eigentlich nicht so empfindlich, aber langsam könnte es ein bisschen besser als schlecht werden. Im Rückblick muss man sage8540 Ballangen, Norwegenn, es wurde nicht wirklich besser. Aber dazu später. Diesen Tag hatte keiner so richtige Lust länger als nötig draußen zu sein. Aber ein Tag Pause ist ja auch in Ordnung. Versüßt haben wir uns den Tag mit norwegischen Früchten und meiner Lieblingsvanillesauce. Lecker.

Mit der Fähre ging’s dann noch von Kjöpsvik nach Drag und auch noch ein kleines Stück weiter.

Heute wollten wir eine Wanderung machen, von der ich mir erhofft hatte Bodö von oben zu sehen. Letzteres hat leider nicht geklappt. Hatte mich da ein wenig verkalkuliert. Zumindest haben wir es bis zu unserem Ziel, dem Klokstadvatnet geschafft in 506 m Höhe geschafft. Diese Wanderung war ziemlich anstrengend, weil es ständig bergauf und bergab ging.

Freitag, 28.06.2019

Auf dem FV17 fuhren wir die nächste Etappe bis Dönna, um Freunde zu treffen. Der FV 17 ist immer wieder schön. Am Storvik Rastplatz haben wir eine kurze Pause an einem der wenigen Sandstrände Norwegens gemacht.

Die nächste Fähre war dann Agskardet-Foroy.

Auf Dönna angekommen haben wir ohne weitere Schwierigkeiten unser Ziel gefunden. Eine kurze Einführungsrunde wurde noch gedreht und danach bei einer schönen Flasche Wein und lecker Essen haben wir den Tag ausklingen lassen. In der Nacht hat es derartig heftig geregnet, dass ich das Dachfenster komplett schließen musste. Dafür war das Auto am Morgen wieder sauber.

Im weiteren Bericht verzichte ich mal auf die Angaben eines Datums.

Nach dem Frühstück wurde eine größere Inselrunde gedreht. Dönna ist ein schöne Insel. Die vielen Elche, die hier leben sollen haben wir allerdings nicht gesehen. Meine Frau hat schon welche gesehen, ich noch nie. Wahrscheinlich bin ich der Elchschreck.

Es ging an der Kirche von Dönna vorbei, die ausnahmsweise mal nicht aus Holz ist. 😉

Weiter fuhren wir zur Dönna Fjellstua, von der man einen super Ausblick auf die vorgelagerten Inseln hat. Der markante Felsen ist der Skipholmen, wenn ich mich recht erinnere. Falls nicht, berichtigt mich bitte.

Hier oben pfiff ein eiskalter Wind. Wenigstens lugte die Sonne hinter den Wolken ein hervor.

Danach ging es wieder zur Fähre nach Sandnesjoen. Hier angekommen haben wir noch kurz die Stadt unsicher gemacht und ein bisschen was eingekauft. Die anschließende Beratung (bei strömenden Regen) Konsultation des Wetterberichts ergab ein einstimmiges Ergebnis: Wir fahren in Richtung Schweden und vor allem in die Sonne.

Gesagt, getan. Zuerst die E6 in Richtung Korgen und anschließend den FV 806 nach Hattfjelldal. Auf dieser Strecke hat sich mal wieder die Weisheit „Der Weg ist das Ziel“ bewahrheitet.

In Hattfjelldal haben wir einen wunderschönen kleinen Zeltplatz auf einem ehemaligen Bauernhof gefunden. Hier stand alles noch wie zu Oma’s Zeiten (naja fast). Der sehr nette Besitzer hegt und pflegt sein Inventar. Eine kleine Wanderung war auch noch drin, bevor wir super geschlafen haben.

Nun denn weiter geht’s. Zuerst noch eine Bemerkung zu der Bewertung des Zeltplatzes in Hattfjelldal (habe ich beim Raussuchen der Koordinaten gelesen). Schlecht ist die Ausstattung nicht, nur eben einfach. Es war alles sauber und ordentlich. Wenn man natürlich ein perfektes Sanitärgebäude erwartet, muss man sich einen anderen Platz suchen. Ich fand diese Schlichtheit in Ordnung, was anderes hätte da auch nicht gepasst. Aber das ist meine Meinung, da muss sich der dort übernachtet sein eigenes Urteil bilden.

Am Morgen habe ich die tolle naturbelassene „Kräuterwiese“ neben dem Platz gesehen und sofort meiner Frau eine Nachahmung für unseren Garten empfohlen…
Begeisterung sieht anders aus.

Nach einem gemütlichen Frühstück im Sonnenschein!, nahmen wir den FV 804 Richtung Süden um nach ein paar Kilometern auf den sekundären (seit wann gibt’s so was?) FV 296 abzubiegen. Das ist das letzte Bild auf norwegischer Seite.

Die Grenze haben wir nicht bemerkt. Entweder haben wir die Schilder nicht gesehen, oder es waren keine da. Die strecke war super, oder mit einem Lied einer norddeutschen Band zu sprechen „leider geil“.
Nach ca. 35 km war der erste Stopp am Rastplatz Vapstälven, wo lt. Troll der Sagavägen beginnt (da bin ich mir aber nicht sicher).

Mittlerweile sind wir auf dem Dikänäsvägen (ich weiß gar nicht, wann der andere aufgehört hat) und sind auf dem Kittelfjäll. Das zugehörige Hotel wurde von einigen Gleitschirmen als Ziel angepeilt.

Hinter Dikänäs sind wir auf eine Nebenstraße abgebogen und haben dadurch diese Brücke noch fototechnisch mitgenommen. Direkt daneben war ein Rastplatz, auf dem wir ein kleinen Imbiss hatten.

Weil es uns in Tiveden gut gefallen hat haben wir den Zeltplatz wieder angesteuert und sind ein paar Tage geblieben.
Bei einer weiteren Wanderung haben gelernt, was man alle aus alten Gießkannen, Blumentöpfen, Laken und ausgemusterten Netzen machen kann. Alles lief unter dem Sammelbegriff Kunst und war mitten im Wald.

Heute geht es auf die letzte Etappe, die aber mehrere Tage umfasst. Wie schon eingangs erwähnt ist Schweden etwas ruhiger und so passt das dann auch.

Auch heute erst mal noch ein Nachtrag. Bevor in Tiveden Rast gemacht haben hatten wir noch 2 Zwischenstopps, wovon aber nur der in Kristinehamm erwähnenswert ist. War ein schöner und sauberer Platz, aber für unsere Vorlieben viel zu groß und zu organisiert. Die Riesenpastinake, die wir im dortigen Supermarkt gekauft haben, wollte ich euch nicht vorenthalten.

Zufälligerweise haben wir mit unseren Freunden, die gleich um die nächste Straßenecke wohnen telefoniert, weil ich nach dem Urlaub Oscar zur Inspektion bringen wollte. Dabei stellte sich heraus, sie waren gerade auf Öland. Meine Frau liebt die Ostsee, also hat alles gepasst und wir sind dorthin gedüst. Zwischendurch lag am Wegesrand noch ein Wohnmobilhändler, bei dem wir mal reingeschaut haben und Oscars großen Bruder einen Besuch abgestattet haben. Da kann man sich glatt drin verlaufen. :schock: Wozu brauch man so ein Schiff?

Auf Öland sind wir dann bis zum Bödahamm Camping hoch gefahren. Also fast einmal die ganze Insel hoch.
Der Campingplatz war in Ordnung, auch wieder ein bisschen zu groß, aber man hatte mehr Platz für sich.

Natürlich haben wir auch die Gegend erkundet. Zuerst wurde der Rasenfeind Nr. 1 (Löwenzahn)in rauen Mengen entdeckt, anschließend noch der Weihnachtsbraten begutachtet ;-),

Von hier aus machten wir uns auf nach Trelleborg um dort mit der Fähre wieder nach Hause zu fahren.
In einer Baustelle mit Schotterpiste und 30 km/h Begrenzung hatten wir dann die Begegnung der anderen Art. Da kam uns der fliegende Holländer entgegen. Es sah aus, wie man das von Actionfilmen kennt. Man konnte nur das Führerhaus eines 40 Tonners in einer riesigen Staubwolke erkennen. Der kam uns mit geschätzten 80 km/h entgegen. Ich bin nur noch so weit wie möglich rechts ran gefahren, da hat es auch schon eingeschlagen. Ich dachte, wir stehen unter Beschuss. Gott sei Dank hat der Kühler nix abbekommen, aber die Frontscheibe hatte zwei Einschusslöcher.

Bevor wir dann in der Nähe von Trelleborg noch mal übernachtet haben brauchten wir noch Beruhigungsmittel. Also wurden noch zwei Geschäfte aufgesucht. Ich komme fast nie an diesen bunten Regalen vorbei, ohne was mit zu nehmen. Die Waage hat’s später bestätigt. 😉

Kurz vor Sassnitz fand unsere Reise dann auch noch einen würdigen Ausklang.

Jetzt hoffe ich nur, dass wir bald wieder dürfen.


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