2015 Fjordnorwegen Caravan

Freitag, 19.06.2015

Auf dem Weg nach Schweden

8:30 Uhr fuhren wir mit besten Wünschen vom Hof. Das Fahren mit dem Hänger war ungewohnt und nach einiger Zeit hatte man das Gefühl man befände sich auf einem Schiff. Irgendwann war aber auch das Routine. Die Fähre war pünktlich und so fuhren wir um 17:18 Uhr in Trelleborg vom Schiff. Da die Stena Line nur noch zwei Abfahrten pro Tag macht kommt man entweder um 17:00 Uhr oder um 21:00 an.

Rastplatz Linderud

Ich Trottel hatte die Schwedenkarten zu Hause liegen lassen und so mussten wir nach Navi fahren. Schnell waren wir dort wo wir nicht sein wollten, auf der E6 in Richtung Göteborg. Auf einem Rastplatz des Trafikvegvesen namens Linderud, machten wir so gegen 00:30 Uhr Halt und schliefen bis morgens gegen 6:00 Uhr. Ganz so glücklich war ich mit dieser Situation nicht. Es hatten sich im Vorfeld wieder mal die Berichte über Einbrüche auf Rastplätzen an der E6 gehäuft. Wenigstens waren wir von dieser Straße schon ein wenig entfernt. Und um es vorweg zu nehmen, es ist nichts passiert.

Samstag, 20.06.

Was wird es nun? Regen, Sonne …

06:30 Uhr leierte ich die Stützen hoch und weiter ging die lustige Fahrt in Richtung Torsby (gesprochen: Torschbi). Auf den fast leeren Straßen kamen wir gut voran und gegen 09:00 Uhr in Torsby enterten wir den ICA, um uns unter anderem das nötige Esswerkzeug zu besorgen. Das war aus unbekannten Gründen zu Hause geblieben. Wir wurden auch fündig, nahmen noch eine Gurke, Zucker (der stand auch noch zu Hause) und Kartoffeln. Dafür haben wir ungefähr 23 € bezahlt, wobei das Besteck noch ziemlich preiswert war.

Abbas Stugby och Camping

Danach ging‘s schnurstracks zur Familie Abbas auf den Campingplatz. Hier wurden wir gleich von der ganzen Familie empfangen, die gerade beim Morgenkaffee saß. So zeitig hatten sie noch nicht mit einem Neuzugang gerechnet. Gebucht haben wir gleich 2 Nächte, da wir Montag erst weiter wollten.

Der Nachmittag wurde unter unserer Supermarkise vergammelt. Schwierigkeiten gab es mit der Anbringung des Sonnendachs. Es muss zwei verschieden Größen geben. Wir hatten die Große Markise und ich habe sie mit der Führung der Kleinen aufgebaut. Sah ein bisschen gewöhnungsbedürftig aus, weil mehr als die Hälfte lose runter hing und ein Teil auf dem Rasen lag.

Wanderung am See
Perfektes Cacheversteck
Ein Blick zurück

Anfangs hab ich mich nur gewundert warum soviel übrig war. O-Ton: „Die haben uns bestimmt das Falsche mitgegeben“ Später wusste ich dann, wie es richtig geht. Hätte ich die jetzt wieder abgebaut, wäre das aufgefallen und ich hätte mich total blamiert. Also haben wir so getan als wäre das Absicht.

Im Nachhinein war es gemütlicher als mit Vollnarkose(markise). Am Abend kamen noch Holländer, die zeigten, wie es mit der Markise richtig geht. Es gab sogleich die Frage: “Geht das bei uns auch?“. Ich habe das vehement verneint.

Sonntag 21.06.

Heute war eine Wanderung auf dem Hövfjellet angesagt. Es ging am Anfang durch die absolute Wildnis. Leider hatten wir dadurch auch ein kleines Mückenproblem. Im Tal angekommen wurde es sumpfig und selbst die an den schlimmsten Stellen ausgelegten Bretter konnten nicht immer vor nassen Füßen bewahren. O-Ton: „Geht das jetzt 8 km so?“, ich: „….“. Nach 3 bis 4 km ging es auch wieder aufwärts, die Mücken wurden weniger und wir konnten die Kapuzen wieder absetzen.

Der Weg …
Je steiler, je schlimmer…
Blick übers Hövfjell

Irgendwann standen wir am Scheideweg. Vor die Wahl gestellt, den längeren dafür weniger steilen Weg oder den Kürzeren aber mit steilen Anstiegen gespickten Weg zu nehmen entschied sich meine Frau, trotz eindringlicher Warnungen meinerseits, für die 2. Variante. Sie hat es bereut.

Irgendwann hatten wir auch das geschafft und konnten eine schöne Aussicht vom Hövfjelltoppen bewundern und gemütlich abwärts zum Parkplatz schlendern. Auf dem Rückweg machten wir noch ein paar Caches und abends gab es Kartoffeln, Fisch und Tomatensalat.

Montag, 22.06.

Alte Zeiten
Unterwegs nach Vang i Valdres

Nach einem Blick auf die Wetterkarte sind wir, sehr zur Freude meines Beifahrers, statt nach Norden in Richtung Sogndal aufgebrochen.

Zeltplatz war ok

Es ging über das Filefjell und der Hänger hat uns ganz schön durchgeschaukelt.

Spätestens nach dieser Strecke war der Norden endgültig gestrichen. Nachdem man (Frau) mich irgendwann überzeugt hatte war unsere nächste Station Böflaten Camping in Vang i Valdres.

Der Platz war gut und nachdem wir uns Geld geholt hatten, sind wir noch ein bisschen in der Gegend rumgegurkt. Viel war hier in der näheren Umgebung allerdings nicht zu entdecken.

Dienstag 23.06.

So viel Wasser..
Tiefe Täler
Riksveg 13

Immer auf der E16, nach dem gestrigen Geschaukel hatte ich erst mal die Nase von Nebenstraßen voll, fuhren wir unserem Ziel, Tveit Camping in der Nähe von Vangsnes, entgegen. Auch an diesem Tag durfte der Beifahrer wieder entscheiden. Fahren wir mit der Fähre oder die kürzere Strecke unten herum über den Rv 13.

Schnee, Schnee, Schnee

Um sicher zu gehen, habe ich ihr noch die eine und die andere Strecke in StreetView gezeigt. Sie entschied sich für den Rv 13. Auch mein nett gemeintes „oh, oh“ konnte daran nichts ändern. Ich fand die Straße super, ist aber mit Hänger gewöhnungsbedürftig.

Weiter oben an den engen Stellen war ziemlich viel los. Überall Leute mit Ski und die schmale Straße ziemlich zugeparkt. Links und rechts erhoben sich die Schneewände, teilweise 2-3 Meter. Ganz oben, warum auch immer haben die Norweger noch einen Tunnel gebaut. Straße drum herum wäre wahrscheinlich zu einfach gewesen. Sie lieben ihre Tunnel.

Tunnel auf dem Berg

Ab jetzt führte unser Weg nur noch abwärts. Als es anfing nach Bremse zu riechen, bin ich auf einen Parkplatz mit einem Cafe gefahren. Wunderschöne Aussicht. Problematisch wurde nur die Wende. Trotz der Enge auf dem Parkplatz hatte ich es irgendwann geschafft die Karre samt Hänger um 180° zu drehen.

Unten angekommen, fuhren wir zuerst durch Vik i Sogn und bewunderten eine Stein- und eine Stabkirche. Zwar waren wir jetzt unten am Wasser, also am Punkt 0, aber das Fahren blieb schwierig, da die Straßen immer schmaler wurden. Noch schmaler habe ich sie nur am Hardanger in Erinnerung. Tveit Camping war auch bald erreicht und weil uns der Platz gefiel und das Wetter mitspielen sollte, buchten wir gleich 5 Nächte für 900 NOK . Unser Platz war direkt am Wasser, und die Sanitäranlagen waren gut gepflegt.

Blick vom Zeltplatz
Vik i Sogn
Wäsche ist fertig

Mittwoch, 24.06.

06:30 war die Nachtruhe beendet, geplant war ein erster Ausflug mit „ohne Hänger“ zum Nigardsbreen. Es wurde Proviant vorbereitet und um 9:00 Uhr fuhren wir mit der Fähre für 115 NOK auf die andere Seite des Fjords, nach Hella. So früh war kaum ein Norweger zu sehen und die Fähre war ziemlich leer.

Tveit Camping
Nigardsbreen

Von Hella fuhren wir über Leikanger und in Sogndal auf den Rv 604. Die Straße war gut ausgebaut und wir waren schnell am Breheimencenteret.

Von hier aus kann man entweder die 4 oder 6 km bis zum Gletscherparkplatz wandern oder man bezahlt 40 NOK Wegezoll und fährt die Privatstraße bis dorthin. Da wir nicht sicher waren, wie weit es vom Parkplatz bis zum Gletscher ist, zahlten wir per VISA und die Schranke hob sich. Wir waren kaum ausgestiegen, quatschten uns schon ein paar Norddeutsche aus der Nähe von Spiekeroog an und wir vertrödelten mit einem Schwatz unsere Wa2021nderzeit.

Der Weg zum Gletscher war mittelschwer und nach 1,5 h waren wir direkt vor dem ewigen Eis. Auch wenn der Gletscher nur ein Schatten seiner selbst ist (O-Ton eines Bekannten), war es beeindruckend. Auf dem Rückweg machten wir auf einem großen Stein am Gletschersee Rast und dezimierten unseren Proviant. Am Breheimensenteret bogen wir nach links ab um zum Styggevatnet zu fahren.

Das ewige Eis… …leider nicht mehr ewig!

Auf eine Behelfsstraße zum See einbiegen, ein Schild sehen und sich nichts dabei denken ist eine meiner Spezialitäten. So war nach 9 km Schluss. Die Weitfahrt wurde wegen Lawinenabgängen und den nötigen Reperaturen durch eine Straßensperre verwehrt. Wieder am Anfang angekommen, wurde das dort stehende Schild begutachtet, welches nach 9 km eine Straßensperre ankündigte.

Lawinensperre

Irgendwo musste ich aber noch hoch. Unter massiven Protesten fuhr ich dann auf der anderen Seite eine weitere Behelfsstraße hoch, die noch behelfsmäßiger war als die Erste. Nach ein paar km war auch hier der Weg durch eine Lawine versperrt. Gegen 18:30 waren wir wieder auf unserem Zeltplatz. Mit einer herrlichen Aussichtauf den Fjord klang der Tag aus.

Abendlicher Blick auf den Fjord

Donnerstag, 25.06.

Das Wetter war durchwachsen, die Temperaturen lagen, gefühlt, nahe am Gefrierpunkt. Egal, dafür hat man ja Wintersachen eingepackt. 😉

Hopperstad Stabkirche
Direkt gegenüber die Steinkirche

Nach dem Frühstück fuhren wir nach Vik, um uns die beiden Kirchen anzuschauen. Zuerst die Hopperstad Stabkirche, die ihren Namen tatsächlich von der Familie Hopperstad hat. Die Kirche selbst ist sehr gut erhalten, kostet natürlich Eintritt und wurde auch von zwei jungen Leuten bewacht.

Vor der Kirche trafen wir noch einen Deutschen, der hier seit 10 Jahren lebt. Von ihm haben wir noch eine super Führung durch Vik bekommen. Falls du das zufällig liest, danke Marcus für die super Führung und die vielen Infos.

Freitag, 26.06.

Heute war der Hausberg dran. Nach dem Frühstück machten wir uns auf die Socken. Die Strecke sollte 3,5 km lang sein und einenHöhenunterschied von ungefähr 500 m haben. 

Aussichten

Der Pfad führte steil bergan und war ansonsten aber gut zu begehen. Ich hatte da schon andere Pfade in Erinnerung. Leider hatten wir nicht soviel Zeit und ich hab ein bisschen das Tempo forciert. Nach massiven Protesten und einer latenten Verweigerungshaltung mussten wir kurz vor der Spitze umdrehen, wir wollten 14:00 Uhr noch eine Rundreise mit dem Schiff machen.

Diese Fähre fährt die straßenlosen Bauerhöfe am Fjord an und transportiert Leute und Fracht. Das Wetter war gigantisch und wir fuhren pünktlich los. Alles Gute ist nie beisammen, denn ich hatte meine Kamera vergessen.

Und noch mehr Aussichten

Nach mehreren Haltepunkten legten wir in Ortnevik an. Hier war eine halbe Stunde Aufenthalt angesagt. Danach wurden 2 Anlegestellen auf der anderen Seite des Fjords angefahren. Mit den dort aufgenommen Fahrzeugen schipperten wir zurück nach Ortnevik. Von dort aus gings in die nächste Runde. Gut, dachten wir, bei dem Wetter machen wir alles mit. Wieder in Ortnevik angekommen, schlossen wir mit ein paar Stralsundern, die wir auf der Fahrt kennengelernt haben, Wetten ab, ob wir noch eine Runde drehen. Wir drehten…., drehten… und drehten. Nach der 4 Runde nahm der Skipper endlich die jetzt schon fast ersehnte Richtung Osten, um uns zurück nach Vik zu bringen.

Sonntag, 28.07.

Ein zugefrorener See auf dem Gaularfjell

Gleich morgens nahmen wir die Fähre nach Dragsvik.

In einem Prospekt der Turi-Info hatten wir was vom Fossestien gelesen.

Das ist ein Wanderweg mit 13 km Länge vorbei an 14 Wasserfällen und 7 Seen.

Brücke über den Likholefossen

Am oberen Ende des Weges angekommen, sagte uns ein Norweger: „Geht besser weiter unten los, ungefähr an dem Likholefossen. Die Wege hier oben sind noch sehr nass und schlecht zu laufen.“ Diesen Rat haben wir beherzigt und sind noch ein paar km weiter gefahren. Den ganzen Weg hätten wir sowieso nicht geschafft.

Überall rauscht es

Das erste Highlight war die schmale Metallbrücke über den Fluss. Auch hier war der Weg teilweise mit Holzbohlen ausgelegt, um ihn begehbar zu halten. Wo keine Bohlen lagen ging es rauf und runter, über Stock und Stein.

Nach 20 min am Hövfossen haben wir unseren ersten Cache auf diesem Weg geborgen und ein paar Bilder gemacht. Nächste Die Atloy noch mal von vornStation war eine Brücke zu einem Bauernhof. Hier bemerkte ich mit Schrecken, das mein Fernauslöser für die Kamera verschwunden war.

Also noch mal den steilen Hang hoch und ungefähr 800 m zurück. Und siehe da, er lag tatsächlich noch am Hövfossen. Wahrscheinlich hab ich beim Einstecken die Hosentasche nicht getroffen.

Nach 5 km meinte Simone: „Jetzt könnten wir eigentlich wieder umdrehen.“. Gesagt, getan. Nach einer Rast mit Brötchen und Affensteaks machten wir uns auf den Rückweg.

Auf der Rückfahrt machten wir noch den dritten Cache und mussten dabei noch etliche Schneebrocken umrunden. Gegen 17:00 Uhr waren wir dann wieder auf dem Zeltplatz.

Dienstag, 30.06.

Das steht alles im Beitrag zu Wanderung zum Kongshaug.

Mittwoch, 01.07.

Fjaerland
Kaffeestuv

Nach einem opulenten Frühstück wollte wir uns, auf Anraten unserer Nachbarn, die Bücherstadt Fjaerland anschauen. Mit der Fähre mussten wir wieder nach Hella und von dort aus am Fjord entlang bis nach Fjaerland.

Bevor wir uns die Bücherstadt richtig angeschaut haben mussten wir in der Kaffeestuv erst eine Waffel mit selbstgemachter Himbeermarmelade und einen Milchkaffe zu uns nehmen.

Bücher in der Bushaltestelle
… und auf der Bühne.
… an der Info…

Derartig gestärkt, machten wir uns auf die Bücher zu erkunden. Und Bücher gab es reichlich, in Schuppen, in Vorgärten, in extra Holzhäusern, sogar in der Bushaltestelle konnte man sie finden. Es war schon gigantisch. Leider waren die meisten Bücher, logischerweise, in Norwegisch oder Englisch.

Erst zu Hause, beim Durchsehen der Fotos, habe ich ein deutsches Buch entdeckt. Auf dem Rückweg zum Auto kam noch eine große Yacht in den Fjord. Wir haben gewartet, ob vielleicht Mette und Marit an Land kommen, taten sie aber nicht. Auf dem Rückweg haben wir uns noch den Boyabreen angesehen. Das lohnt aber nicht mehr, denn vom eigentlichen Gletscher ist nicht mehr viel zu sehen.

Freitag, 03.07.

Die neue Hardangerbrücke

Heute war Zeltplatzwechsel, denn das Wetter sollte schlechter werden. Zum Leidwesen meines Beifahrers, mussten wir wieder mit dem Hänger über die Passstraße.

Wir wollten zum Sörfjord, konkret zum Campingplatz in Lofthus, weil viele den schon sehr gelobt hatten. Im Tunnel -Kreisverkehr fuhren wir rechts ab, um über die Hardangerbrua zu fahren. Einmal drüber, 150 NOK Maut weg.

Zeltplatz Lofthus

Das Navi meinte, natürlich erst als wir die Brücke überquert hatten, wir wären auf der falschen Seite. Ok, einmal 150 NOK umsonst, fahren wir wieder zurück. Gesagt, getan, wir fuhren wieder ans andere Ufer und auf dieser Straße weiter.

Unfreiwilliger Besuch

Dann, nach ca. 20 km meinte das Navi: „Biegen sie rechts ab und fahren sie mit der Fähre!“ Das Problem damit war, die Fähre fuhr gar nicht mehr, es gab ja jetzt die Brücke, und ich stellte fest, wir hätten doch auf der anderen Seite bleiben müssen.

Damit wurden wir so langsam aber sicher zum Hauptsponsor der neuen Hardangerbrücke, die wir jetzt zum dritten Mal überquerten und unsern Obolus von 150 NOK löhnten. Die Moral von der Geschichte: Man sollte immer aktuelle Karten im Navi haben.

Trotzdem waren wir noch ziemlich früh auf dem Lofthus Camping und konnten uns einen guten Platz sichern. Der Campingplatz war schön, aber völlig überbewertet. Außerdem wurde es voller und voller. Abends war dann so gut wie jeder Platz belegt.

Samstag, 04.07. 

Rückblick auf Ullensvang
Agatunet
Die Atloy in voller Pracht

In unseren Prospekten hatten wir gelesen, dass man von Ullensvang mit einem alten Dampfer eine Rundreise unternehmen kann. Der Dampfer heißt Atloy und fährt am Tag 3 Runden am Tag, die Erste 10:40 Uhr von Ullensvang zu einem Weiler (Agatunet), von dort nach Utne und zurück.

Die Atloy noch mal von vorn

Wir waren überpünktlich am Liegeplatz. Der Käpt’n, ein alter Seebär trank gerade noch Kaffee. Trotz seines wilden Aussehens haben wir gefragt, ob wir schon an Bord dürfen. Nach einem aussagekräftigen Blick auf die Uhr durften wir.

Außer uns waren nur noch eine Familie mit Kind und 4 weitere Leute an Bord. Es war herrliches Wetter und wir genossen die Fahrt bis Agatunet. Hier stehen Holzhäuser aus allen möglichen Epochen. Das Älteste ist aus dem Mittelalter.

Da wir 2,5 Stunden Zeit hatten und die Besichtigung schneller als erwartet vorbei war, gingen wir noch auf Cachejagd. Zum Mittagessen mit unseren mitgebrachten Brötchen und Kaffee haben wir uns einen schattigen Platz gesucht, denn es war ziemlich heiß.

Obstfelder

Pünktlich um 13:50 hat uns die Atloy bei ihrer zweiten Runde wieder aufgesammelt und mit nach Utne genommen. Da wir schon reichlich mit Sonne versorgt waren, blieben wir auf deDie Atloy noch mal von vornm Schiff und fuhren direkt wieder nach Ullensvang zurück.

16:00 Uhr waren wir zurück, haben noch schnell im Bunnpris eingekauft und sind die 3 km zu unserem Zeltplatz gewandert.

Sonntag, 05.07.

Latefossen

Das Wetter sollte heute nicht ganz so gut werden und wir haben uns entschlossen, Haugesund einen Besuch abzustatten. Über Odda führte unser Weg wieder mal zum Latefossen. Der war in diesem Jahr wesentlich mächtiger als in den vergangenen und so haben wir eine Pause eingelegt und ein paar Fotos geschossen. Ohne nass zu werden kam man diesmal gar nicht in Nähe des Falls.

Der Souvinirverkäufer stand den ganzen Tag im Regen. Der Anfang der Strecke war noch schön, wurde aber immer eintöniger, je näher wir Haugesund kamen. Unterwegs wurde noch ein Eis für umgerechnet 5 € geschleckert.

In Haugesund angekommen, wurden wir an der ersten größeren Kreuzung von Ordnern umgeleitet. Was wir vorher nämlich nicht wussten, Die Stadt hat an diesem Tag eine Iron Man ausgerichtet.

Da wo die eisernen Männer und Frauen liefen und Fahrrad fuhren, durften wir natürlich nicht mit dem Auto lang. Auf dem großen Parkplatz, den wir trotz Umleitung gefunden haben kostete das Ticket 30 NOK. Mich hat nur gewundert, warum ich ein Ticket bis Dienstag früh bekommen habe.

Bekannte Brücke in Haugesund

Das klärte sich, als wir den Parkplatz verließen und das Schild am Eingang betrachteten. Da stand: „Avgift 30 NOK!“ und klein darunter: „Man-Fre“. Tolllllll. Erstes Ziel war die Turi-Information, die wir nach kurzer Suche auch fanden.

Die Tage danach haben wir uns noch ein wenig in Schweden und Dänemark rumgetrieben, das ist aber nicht so interessant.

Danke fürs lesen. Wenn es euch gefallen hat oder auch nicht, würde ich mich über einen Kommentar freuen.  😆


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