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Sächsische Schweiz 2012

Motorrad-Tour Sächsische Schweiz 2012

Dienstag, 15.05.2012

Kurze Rast

Kurze Rast

Um 9:45 Uhr bin ich losgefahren, um Punkt 10 Uhr meinen Mitfahrer abzuholen. Von hier fuhren wir über Prenzlau nach Angermünde. Das Wetter ging gerade noch so. Es hat wenigstens nicht geregnet, aber kalt war es ganz schön. In Heckelberg gab es eine Umleitung und wir mussten über Brunow und Leuenberg nach Tiefensee fahren. In Müncheberg wurde getankt und mir wurde das letzte Schnitzelbrötchen vor der Nase weggeschnappt.

Kurze Zeit später traten eigentümliche Geräusche an der Dicken auf, die ich nicht einordnen konnte. Nach einem schnellen Halt stellte sich heraus, es war nur das Navi, welches sich aufgehängt hatte und kreischte. Ich hatte mich schon im 2. Gang zum nächsten freundlichen HH-Händler fahren sehen, um alles zu richten.

Über Cottbus, Kamenz und Bischofswerda fuhren wir zum nächsten Zwischenziel nach Neustadt. In Sebnitz sind wir weiter in Richtung Bad Schandau und von dort aus über Königsstein nach Thürmsdorf wo unsere in der Pension Stephan unser Zimmer wartete. Hier sind wir um 17:30 angekommen und haben für die Moppeds einen Platz in der Garage des Hausherrn bekommen. Nachdem die Pferde versorgt waren gingen wir noch ins Cafe Reiche zum Abendessen. Hier ist es lecker und gemütlich, auch wenn der Wirt ein wenig nervös ist.

 

Eingang zur Festung

Eingang zur Festung

Blick auf die Elbe

Blick auf die Elbe

Mittwoch, 16.05.2012

Nach dem Aufstehen um 6:30 Uhr hätte ich mich am liebsten gleich wieder hingelegt, denn das Wetter war mies. Feucht und windig und für Mitte Mai viel zu kalt. Nach dem Frühstück zogen wir uns warm und regentauglich an und marschierten zu Fuß zur Festung Königstein. Es war eben absolut kein Motorradwetter.

Nach ca. 4 km entrichteten wir unsere 8 € Eintritt und betraten die Festung. Eine Umrundung im eisigen Wind hat genügt, um uns wie die Eisblöcke zu fühlen. Im Festungscafe haben wir dann noch schnell was Warmes getrunken und sind nach Königstein marschiert. Der Besuch im Kaffeehaus Zimmermann war schon immer ein Muss, wenn wir schon mal hier waren.

In der Festung

In der Festung

Auf dem Kanonenweg wanderten wir dann gemütlich bis zu unserer Unterkunft zurück, ruhten uns kurz aus und liefen anschließend nach Weißig, wo wir im Rathener Hof gut gespeist haben. Highlight war eine Nimbus, die vor dem Hotel parkte. Über den Rhododendrongarten marschierten wir die nächsten10 km wieder zurück.

Donnerstag, 17.05.2012 (Herrentag)

Heute ist Dresden geplant, da meine bucklige Verwandtschaft da wohnt. Damit es nicht ganz so langweilig wird nahmen wir einen Umweg über das Bielatal nach Bahra. Landschaftlich super, straßenmäßig eine mittlere Katastrophe. Über Pirna, weil auf der anderen Strecke ständig irgendwas hier gesperrt ist, ging es auf der 172 nach Dresden.

Außer zu meiner Verwandtschaft, wollten wir noch zu Rosis, einer nordischen Enklave im tiefsten Sachsen. Die Hamburger Bar im Stile St. Pauli’s machte aber erst um 20:00 Uhr auf, was wir uns ja hätten denken können. Nach einer kurzen Beratung hieß das nächste Ziel Pillnitz. Hier erfolgte eine weitere Präzisierung des Ziels nach Schmilka. Im Biergarten Helvetia tranken wir schnell eine Kaffee und einen Kakao. Mittlerweile war Nachmittag und so tanzten uns in Bad Schandau auch ein paar Besoffene vor die Flinte. Glücklicherweise waren sie rechtzeitig zu sehen oder besser, zu hören und es ist nichts passiert.

Freitag, 17.05.2012

Parkplatz vor der Höhle

Parkplatz vor der Höhle

Endlich besseres Wetter. Wir entschlossen uns, zur Motorradhöhle „Pekelny Doly“ zu fahren. Wieder über Bad Schandau und Schmilka bis Hrensko, wo wir erst mal tankten. Nächste Station war Decin. Mitten im Ort bogen wir links ab nach Czeska Lipa. Hier und in Richtung Novi Bor waren die Straßen noch gut und alle waren guter Dinge. Im Ort selbst haben wir die Abfahrt verpasst und mussten so die Sache von hinten aufrollen.

Park and relax

Park and relax

Zwischen Svitava und Velenice sollte sie sein. Die Straßen wurden schmaler und schlechter. Svitava hätte ich ohne Ortsschild nicht mal als Ort erkannt. Leider gab es kein einziges Hinweisschild auf die Höhle. Nach einem kurzen Abstecher in die verkehrte Richtung nahmen wir die richtige Straße nach Velenice. Nach einigen Kilometern tauchte tatsächlich hinter einer Kurve ein Schild mit der Aufschrift „Pekelny doly“ auf. Hierbei handelt es sich um einen lokalen Motorradclub, der die Höhlen ausgebaut hat und als Domizil benutzt. Drinnen stehen Sitzgelegenheiten und es gibt auch eine Bar, an der man was zu essen und trinken bekommt. Bezahlt wird in Euro oder Kronen.

Das Logo

Das Logo

Das coolste an der Sache ist, man kann mit dem Bike an der Bar vorbei, den Drink mitnehmend, direkt zur Sitzgelegenheit fahren und daneben parken. Nach einer Ehrenrunde in der Höhle fuhren wir weiter. In einigen Kurven wurden wir durch die tschechische Straßenbaukunst zu einem ZickZack-Kurs gezwungen, da hier Löcher gestopft wurden. Die standen dann auch ohne Vorwarnung in der Kurve mitten auf der Straße. Absolut gewöhnungsbedürftig.

Görlitz

Görlitz

Nächste Station war Petrovice und anschließend ging es über Zittau nach Görlitz. Görlitz ist eine sehr schöne Stadt und immer eine Reise wert. Es gibt hier ja einen anonymen Geldgeber der jedes Jahr eine größere Summe an die Stadt überweist. Das kann man auch sehen. Zurück über Bucklau, mit Straßen, die auch nach Velenice gepasst hätten, anschließend nach Stolpen und endlich auf den ehemaligen Deutschlandring und in schönen Kurven abwärts in Richtung Bad Schandau.

 

 

 

Unser Parkplatz

Unser Parkplatz

Natürlich mit Schein

Natürlich mit Schein

Soweit im Süden gibts Palmen

Soweit im Süden gibts Palmen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Samstag, 19.05.2012

Auch heute war das Wetter nicht so besonders und so entschlossen wir uns nach dem Frühstück statt mit dem Motorrad zu fahren heute mal eine Wanderung zu machen. Erst liefen wir 3 km zum Bahnhof Königstein um mit dem Zug nach Schöna zu fahren. Dort setzten wir mit der Fähre nach Hrensko über und wanderten zum Prebischtor. Die Wanderung ist ja in einem eigenen Artikel beschrieben, weshalb ich mir das hier jetzt spare.

 

 

 

Sonntag, 20.05.2012

Heute war der Tag des Abschieds. Gegen 09:30 Uhr sind wir in Thürmsdorf  losgefahren und haben die Streckenführung nach Hause etwas verändert. Natürlich auch diesmal ausschließlich Landstraße. Autobahn ist so langweilig. Nach einigen Stunden Fahrt und wenigen Pausen, waren wir gesund und munter am Nachmittag wieder zu Hause. Mal sehen, vielleicht nächstes Jahr in den Norden?

 

 

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